Tag 16 - 25.Mai – Haifa / Jerusalem / Bethlehem / Totes Meer

User Rating: 5 / 5

Star ActiveStar ActiveStar ActiveStar ActiveStar Active
 

Nach einem desaströsen Tagesbeginn bekommen wir endlich unsere Autos wieder und erkunden in aller Eile Jerusalem, verfahren uns prompt und landen dann doch am und im Toten Meer.

 Der Tag in der Zusammenfassung

 

 

 

 

 

Die Geschichten des Tages

 

Shalom, wir wachen in Israel auf. Eine ‚schöne‘ Nacht war das – sechs Menschen in einem Doppelzimmer. Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Nächten war es jedoch eine vergleichsweise erholsame Nacht. Und ganz wichtig: Es gab wieder eine Dusche. ‚Oh, wie ist das schön‘ könnte man da singen. Nach einem kurzen Frühstück geht es gleich wieder los – die Autos müssen im Hafen abgeholt werden. Glücklicherweise ist unser Hotel nah am Hafen, wir können also zu Fuß laufen. Doof nur, dass es der falsche Hafen ist! ‚It’s a classic‘ – würde Franz Beckenbauer jetzt sagen. Na dann, rein in zwei Taxis und ab in den ‚anderen‘ Hafen. Aber das Schicksal läßt uns nicht so einfach aus seinen Fängen.

Die erste Taxibesatzung steigt aus und merkt zu spät, dass auch dieser zweite Hafen wieder falsch ist. Die zweite Taxibesatzung sieht die erste nicht, schnallt aber, dass auch dieser Hafen nicht richtig sein kann und fährt mit dem Taxi weiter. Ein Kontrollposten an der Straße weist dann irgendwann den Weg. Die erste Besatzung steht jedoch ohne Taxi am falschen Hafen ohne Ahnung, wo das eigentliche Ziel ist. Ein paar Telefonate, einige wilde Flüche und eine weitere Taxifahrt später sind wir Sechs zwar reichlich verspätet, aber wenigstens wieder vereint, um die Autos in Empfang zu nehmen. Vor Ort müssen wir die Zollformalitäten erledigen und es wird noch eine zusätzliche ‚keiner-weiß-warum-und-wofür‘-Gebühr von 100 € pro Auto fällig. Ich wusste gar nicht, dass auch der Israeli der modernen gewerbsmäßigen Wegelagerei nachgeht. Zähneknirschend zahlen wir die Gebühr und erwarten ungeduldig unsere drei Wüstensterne. Einer kommt nicht. Es passt irgendwie in das Bild dieses verkorksten Morgens, dass – trotz eindringlichem Hinweis beim Verladen – in einem unserer Autos der Schlüssel nicht steckt. Zum Glück findet er sich in einer unserer Taschen wieder – ich fühle mich an’s Verbusseln erinnert.
Wir hören, dass andere Teams über Istanbul nach Haifa fliegen mussten, inclusive Umsteigen. Scheinbar haben wir doch nicht jedes Missgeschick mitgenommen.

Während die meisten anderen schon Sightseeing in der Heiligen Stadt genießen, fährt das Team Südheide ziemlich zuletzt aus dem Fährhafen raus Richtung Jerusalem. Schade, es wird damit nicht mehr viel Zeit bleiben, um dieser wunderbaren Stadt einen Besuch abzustatten. Um 11:30 Uhr zeigt das Thermometer bereits 39,5 Grad, eine unmenschliche Hitze. So etwas hat noch keiner von uns je erlebt. Mehr geht nicht – denkt man. Am Nachmittag klettert das Quecksilber weiter und zeigt in der Spitze 43 Grad. Nicht zu fassen, was Mensch und Material hier ertragen müssen. Auf den Straßen sehen wir viel Militär, vor allem viele junge Soldatinnen und Soldaten, komisches Gefühl.

Unser Weg führt uns nach Bethlehem zur Geburtskirche, dort sollen wir die Zacken des Sternes zählen. Wir zwängen uns durch den nur 1.20 hohen Eingang zur Kirche. Die Kirche selbst wird gerade restauriert, so sind große Teile eingerüstet und abgedeckt. Bei einer weiteren Aufgabe müssen wir herausfinden, warum es an der Grabeskirche eine Holzleiter gibt. Google kann uns nicht helfen – keine Verbindung mehr. Na, dann eben klassisches Durchfragen. Auch wenn es hier im Blog nicht so rüberkommen mag: Jerusalem ist schon ein ganz besonderer Ort. Wir werden wiederkommen müssen, um diese beeindruckenden und geschichtsträchtigen Plätze noch einmal ‚richtig‘ zu besuchen.
Gleich hinter Jerusalem beginnt eine wüstenartige Landschaft. Was soll hier auch wachsen, bei den Temperaturen. Anschließend machen wir ein Foto am Grenzübergang zu Palästina, komisches Gefühl, und wollen Richtung Totes Meer. Der Weg ist zwar nicht weit – dafür ist unsere Karte schlecht und die Schriftzeichen auf den Verkehrsschildern nicht entzifferbar. Irgendwo verpassen wir eine Abfahrt, wie müssen umkehren. Obwohl es doch heißt ‚vorwärts immer, rückwärts nimmer‘ setzt Cord auf einem Feldweg zurück – und kracht Holger volles Brett auf den Kuhfänger. Jetzt zeigt sich, was das Ding wert ist. Nämlich nix. Statt Cords Heck ist Holgers Kuhfänger verbogen. So sehr, dass wir alle vereint daran reißen müssen, um ihn wieder halbwegs zu richten. Danach weiter im Kreis gefahren, wieder an der Grenze gelandet und dann zu guter Letzt einen Einheimischen gefragt. Der ist uns dann vorausgefahren und hat uns dann an der richtigen Stelle abgeliefert. Und auch hier schein auf den Straßen zu gelten: Rot ist eine schöne Farbe – mehr aber auch nicht. Selten so viele Ampeln bei ‚nicht-grün‘ überfahren. Dann endlich das Camp am Toten Meer, Kalia Beach Resort am nördlichen Ende des Sees, heute Nacht wird an diesem seltsamen Ort gezeltet. Ralf, Anja und Carsten gehen noch schwimmen. Wir hatten nicht erwartet, dass der Effekt des hohen Salzgehalts tatsächlich so stark sein würde. Unglaublich!!! Cord vervollständigt mit Holger noch das Roadbook. Nach einem gemütlichen Abendessen geht es dann in die Falle. So etwas wie eine ‚reguläre‘ Rallye-Nacht liegt vor uns.

Bilder des Tages

 

Sponsor des Tages

www.vbn.de/

Print