Tag 12 - 21.Mai -- von Alasehir nach Dalyan

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Die getauschten Schuhpaare abgeben und ab geht es in einer Kurzetappe mit einem letzten Stück Chinesenrallye an die Küste

 Der Tag in der Zusammenfassung

 

 

 

 

 

Die Geschichten des Tages

 

Heute ich ein 'kurzer' Tag, jedenfalls fühlt sich das kilometermäßig so an. Wir haben so was ähnliches wie ausgeschlafen. Nach einem knappen Frühstück ohne Kaffee geht es in den Startbereich. Heute müssen wir die in den letzten 10 Tagen getauschten Schuhe abgeben, sie werden einem Kinderheim hier vor Ort gespendet. Mit drei Paar Schuhen liegen wir nicht schlecht. Scheinbar zählt aber nicht die Menge, wir bekommen lediglich einen 'erledigt'-Stempel. Da hätten wir uns gar nicht so sehr anstrengen müssen.

Als wir die Autos holen, kommt wieder eines dieser ganz typischen Rallye-Themen hoch: Verbusseln. Ich hatte noch nicht davon berichtet, aber diese Krankheit verfolgt uns jeden Tag. Ständig hat irgendjemand aus unserem Team irgendetwas verloren oder verlegt. Verbusselt eben. Heute Morgen hat erst Cord seine Papiere verbusselt, dann Holger sein Portmonee. Dann fehlt bei Christoph ein Kabel und bestimmt haben Anja, Doris und Ralf auch ein 'Sachenwiederfinde'-Problem. Auch nach sorgfältigem Aufräumen verschlucken die Autos unsere Utensilien, die dann an Stellen wieder auftauchen, wo wir sie niemals hingelegt haben. Zum Glück taucht am Ende immer alles wieder auf. Bis auf Holgers Führerschein und Fahrzeugschein. Er muss das richtige verbusseln noch lernen.

Vom Start weg geht es auf gut ausgebauter Landstraße Richtung Küste. Ganz klar ist die Streckenführung nicht, Anlass für Diskussionen...
In Dalyan werden wir mit einem Fahnenmeer empfangen, das eigens für unsere Ankunft hergestellt wurde. Viele Stadtbewohner laufen mit Caps und T-Shirts der Rallye herum und freuen sich, dass wir da sind. Die Stadt ist ein echtes El Dorado für Pauschaltouristen - nur ohne Touristen. Die Saison hat noch nicht recht begonnen und so haben wir die Stadt fast für uns allein. Wir können im Stadtzentrum auf einem gepflasterten Platz unser Lager und die Zelte aufschlagen.

Aktuell sind wir nur knapp sechzig Teams im Troß, andere sind vorgefahren und ein paar schon ausgestiegen. Team 93 wurde von der Rallye ausgeschlossen, die sind in Richtung irakischer Grenze unterwegs, fast 1.000 Kilometer von uns entfernt. Blöde Idee. Die Streckenführung läuft anders, als wir uns das im Winter erhofft haben. Statt weit in den Osten fahren wir ein 'Z' durch die Zentraltürkei. Das türkische Organisationskomitee erklärt das mit dem aktuellen Wahlkampf und der Masse an Flüchtlingen im Osten. Da haben die dortigen Behörden anderes zu tun, als sich um uns zu kümmern. Irgendwie verständlich.

Der Plan ist, dass wir zwei Tage hier im Urlaubsort Dalyan verbringen. Eine willkommene Abwechslung für jene, denen der bisherige Rallyeverlauf in den Knochen steckt. Wir haben den heutigen Spätnachmittag und Abend frei. Wir schlagen unsere Zelte auf dem gepflasterten Boden auf und erkunden die Stadt. Sie liegt an einer netten Bucht mit ausladendem Delta, in das eine Art Fluss mündet. Ein nettes Restaurant mit Blick auf das Wasser scheint uns recht. Gute Wahl, wie sich bald herausstellt. Es wird prächtig gekocht und wir schlemmen ein weiteres Mal ausgiebig. Der Tag endet um 23:30 Uhr im Zelt.

Bilder des Tages

 

Sponsor des Tages

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