Tag 14 - 23.Mai -- von Dalyan im Höllenritt nach Mersin auf die Fähre

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Mit den Hühnern aufstehen und in einer langen Tagesetappe die Küstenstrasse entlang - um dann die ganze Nacht auf die Fähre zu warten. Schön geht anders. Am Abend Crewchange von Christoph mit Carsten.

 Der Tag in der Zusammenfassung

 

 

 

 

 

Die Geschichten des Tages

 

'Bevor der Hahn dreimal kräht' - das war Burhans Empfehlung für das Losfahren heute morgen. Und tatsächlich ist das Team 79 um nullfünfhundert aus den Federn, äh aus den Schlafsäcken. Die Nacht war extrem unruhig. Die letzten Teams haben noch lange gefeiert, die ersten waren schon um vier wieder auf den Beinen. Heute geht es die D400 entlang Richtung Mersin. 750 Kilometer mehr oder weniger geradeaus. Wir durchfahren die großen Urlaubsorte entlang der türkischen Mittelmeerküste mit den megagrossen Bettenburgen und stellen fest, dass der Stop in Dalyan genau richtig war. Mit Abstand der schönste Badeort, den wir gesehen haben.

Gefühlte hunderttausend Gewächshäuser mit Tomaten und nicht viel weniger Orangenhaine erstrecken sich endlos entlang der gut ausgebauten Straße. Später auf der Strecke sehen wir Bananenplantagen. Unzählige BANANENPLANTAGEN. Es ist wenig Verkehr, wir kommen gut voran. Einmal mehr bewähren sich unsere Autos mit dem Stern. Früh morgens etwa an Platz 37 gestartet, sind wir mittags im GPS-Track schon wieder an Platz 17. Sagt nichts über die Wertung aus, ist aber trotzdem gut für's automobile Gemüt. Am Ende sind wir als Siebte in Mersin. Hinter Antalya fangen die Berge an, da wird es nochmal richtig kitzlig Rallye-like. Die Wüstensterne mit ihre 136 Ponys wollen richtig und es geht endlose Kilometer bergan und begab durch enge Kurven.

Gestern abend haben wir noch eine Reihe Teams mit ihren Roadbooks im Fotoshop gesehen. Da gibt es also noch einige mehr, die auf Sieg fahren. Mein Geheimtipp ist die Scuderia Populare, ein weiteres Team mit Lenze-Aufklebern an den Fahrzeugen. Ich bin mal gespannt, wie es ausgeht...

Heute werden die Rallyeautos in Mersin auf die Fähre verladen und es ist Crewchange im Team79. Ich, Christoph steige planmäßig in Mersin aus und unser siebtes Teammitglied Carsten dafür ein. Des einen Freud des anderen Leid. Ein paar Stunden stehen wir noch vor dem Hafen, dann fahre ich mit dem Bus Richtung Adana Airport. Meine letzte Etappe ist mal wieder von der Freundlichkeit der Türken geprägt. Mit dem schweren Seesack bin ich nur bis zur Bushaltestelle um die Ecke gekommen, dort in den nächstbesten Mini-Bus Richtung Osten eingestiegen. "Adana havalimanı" - Adana Flughafen, soweit reichen meine neu erworbenen Türkisch-Kenntnisse. Unterwegs nach Adana werde ich dreimal umgestiegen, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Busfahrer sorgen untereinander dafür, dass ich von einem in den richtigen nächsten Bus umsteige. So geht Service auf türkisch! Am Busbahnhof Adana handeln dann die neben mir sitzenden türkische Fahrgäste mit dem Busfahrer aus, dass der mich noch bis direkt zum Terminal fährt. Mir bleibt die Spucke weg.

Im Terminal wird mir so langsam klar, dass meine Reise hier leider zu Ende ist. Tschüß Türkei, tschüß Rallye - ich komme bestimmt wieder...

Meine Kolleginnen und Kollegen vom Team 79 lungern unterdessen noch immer vor dem Hafen rum. Noch immer ist unklar, wann genau die Fähre fährt, wo im Hafen sie überhaupt liegt und wann die Autos verladen werden sollen. Es wird eine lange Nacht, alle werden wenig schlafen. Die ursprüngliche Ankündigung des OK war "20:00 Uhr am Hafen, 22.00 Uhr verladen". Aber vor Mitternacht tut sich gar nichts. Holger, Doris, Ralf und Anja versuchen auf den Autositzen schlafend auf die Fähre zu warten. Carsten und Cord campieren neben dem Autos auf den Anlegekai im Freien. Um 5.30 muss plötzlich alles ganz schnell gehen, ruck zuck Klamotten zusammengepackt und die Autos ab auf die Fähre. Nachdem schon in der letzten Nacht in Dalyan an Schlaf kaum zu denken war, nun also eine zweite, noch härtere Nacht.


Bilder des Tages

 

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