Tag 13 - 22.Mai -- wunderbarer Rasttag im Urlaubsort Dalyan

Star InactiveStar InactiveStar InactiveStar InactiveStar Inactive
 

Ein Tag Rallyepause, rauf auf den Radarberg und dann Badeurlaub am Schildkrötenstrand.

 Der Tag in der Zusammenfassung

 

 

 

 

 

Die Geschichten des Tages

Aufwachen mit den Hühnern, im wahrsten Sinne des Wortes. Statt eines Muezzin hat heute Morgen der Hahn gekräht. Die Nacht war gar nicht schlecht, trotz des harten Pflasters. Wir dösen noch eine ganze Weile vor uns hin, denn heute ist Rallyepause. Der Ort ist ein typischer Urlaubsort für Engländer, man merkt es am Frühstücksangebot: English Breakfast, volles Programm. Die unzähligen Restaurants sind gähnend leer an diesem Morgen und wir wählen ein Lokal mit Blick auf's Wasser, selbstverständlich. Und es gibt tatsächlich englisches Frühstück dazu einen echten Pott Kaffee mit echter Milch, unglaublich lecker. So geht Rallye-Luxus.

Heute ist Urlaub mit Sightseeing und baden. Zunächst fahren wir mit dem gesamten Rallyekonvoi durch die Stadt und am Delta entlang auf den Radarberg. Ein paar Kilometer nur, aber es geht recht steil bergauf über schotterige Strecken. Manuel hat mit seinem Team 'Ötztaler Mopedmarathon' kleine Roller gemietet. Standesgemäß fährt er mit wehender österreichischer Nationalfahne am Moped den Berg hinauf. Oben angekommen genießen wir die Aussicht über Stadt, Delta und Strand. Das eine oder andere Team gibt auf der staubigen Strecke noch eine Sondereinlage in Sachen Offroad. Prompt platzt einem Passat-Team ein Vorderreifen und Manuel legt sich mit dem Moped auf die Klappe - schöne Bescherung.

Wir verweilen oben nicht lang, denn um 14.00 Uhr stehen Schiffe bereit, um uns zum Schildkrötenstrand zu bringen. Mit Badesachen bepackt entert das gesamte Rallyeteam pünktlich die Boote. Gemütlich schaukeln uns die Wassertaxis durch die engen und verschlungenen Kanäle des Deltas. Wir sehen die in den Felsen gemeißelten Königsgräber des antiken Reiches Kaunos. Das allein ist schon ein Erlebnis.

Den Nachmittag verbringen wir am Strand. Eine willkommene Abwechslung nach den langen staubigen Tagen im Sattel. Aber auch hier ist eine Aufgabe zu lösen. Als Dankeschön für die Gastfreundschaft säubern wir den Strand von herumliegendem Müll, denn hier leben Meeresschildkröten und legen ihre Eier in den Sand. Sie kommen erst abends an den Strand, deshalb sehen wir die Tiere leider nicht. Das Baden im Meer ist herrlich, warmes Wasser, seichte Wellen.

Dann höre ich die unglaublich gute Geschichte von bzw. über Lena. Lena ist Teil des Teams 'Lebenshilfe', ich hatte noch nicht davon berichtet. Das tolle Team besteht pari aus Betreuern und Betreuten, sie reisen wie alle anderen in drei Rallyeautos, fahren Offroad und erledigen die gestellten Aufgaben. Einzige Besonderheit ist, dass das Team vom ZDF begleitet wird. Lena ist 18 und kam erst wenige Wochen vor dem Start zum Team. Sie kannte keines ihrer Teammitglieder und hat das Abenteuer trotzdem gewagt. Die ersten Tage waren schwierig für sie, so höre ich. Eine Mischung aus Heimweh und Bedenken. Doch sie hat sich durchgekämpft und genießt jetzt die Rallye. Warum sie gekämpft hat? Ihre Lehrerin zu Haus hatte wohl gesagt, dass Lena diese Reise nicht schaffen werde. Je suis Lena - das ist der Spirit dieser Rallye!

Gegen Abend geht es mit dem Schiff zurück in die Stadt, zurück auf unseren 'kuscheligen' Campingplatz. Dort werden wir von einem Jugendmusikzug mit Trommeln und Trompeten lautstark begrüßt. Erst später wird klar, dass die jungen Türken uns zu einem gemeinsamen Freundschafts- und Friedensfest abholen wollen, das uns zu Ehren in einem kleinen Park gegeben wird.
Vorher gehen wir in einem wunderschönen Restaurant am Wasser essen. Auf einer Terrasse mit Blick auf die im Dunkeln hübsch angeleuchteten Königsgräber gibt es lecker Köfte, Börek, Lamm und Salat. Über uns leuchtet der Mond und aus der Ferne weht die anmutige Musik des beginnenden Festes herüber. Perfektes Stimmungsbild eines gelungenen Urlaubstages.

Auf dem Heimweg schauen wir noch auf dem Fest vorbei. Sehr viele Einheimische haben sich vor einer Bühne versammelt, lauschen der Musik und sind fasziniert von den Darbietungen von Künstlern und Artisten. Wir sind ebenso fasziniert. Schade nur, dass nicht alle unsere Teams mitbekommen haben, was für ein Fest hier stattfindet. Viele Rallyeteilnehmer sind schon schlafen gegangen, denn morgen wartet eine wahre Tortour auf uns: 750 Kilometer Küstenstraße zum Fährhafen Mersin. Das wird bestimmt ein harter Tag und auch wir gehen schweren Herzens zurück zu unserem kleinen Zeltlager.
Noch ein kleines Glas Rotwein als Schlummertrunk und dann ab in die Falle.

Bilder des Tages

 

Sponsor des Tages

www.formaxx.de

Print