Tag 11 - 20.Mai -- von Ulubey nach Alasehir

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Heute ist wiede Offroad, es geht durch den Canyon von Ulubey, eine Orgie aus Staub und Stein; dann weiter nach Alasehir.

 Der Tag in der Zusammenfassung

 

 

 

 

 

Die Geschichten des Tages

 

Aufwachen im Zelt, auf diesem wunderschönen Platz. Blöd nur, dass wir das Zelt auf eine Schräge gesetzt haben. In der Nacht immer wieder auf eine Seite gekullert. Als ob man in dieser undichten Hundehütte überhaupt irgendwohin kullern könnte. Und wieder Luxus: Dusche in der Bretterhütte, den Anja und Ralf statt Zelt für die Nacht gemietet haben. Beim Einseifen kann ich in den Canyon schauen. Lage, Lage, Lage.

Das ganz anständige Frühstück gibt es auf der Terrasse des Restaurants, beste Aussicht in die Schlucht inklusive. Als ich unseren Zeltplatz bezahlen will, trifft mich wieder der schon fast typische türkische Charme. Selbstverständlich müssten wir nichts für den Zeltplatz bezahlen, sagt der Herbergsvater. Täglich zeigt sich diese Nation von ihrer allerbesten Seite. Nach dem Frühstück starten alle Teams gemeinsam runter in den Ort. Die Bretter der Seifenkisten müssen abgegeben werden, daraus werden Bänke für die Bewohner des Ortes. Klasse Aktion. Die 'Hauptstraße' des Ortes wird zum Dank in "West-Ost Allgäu-Orient Friedens- und Freundschaftsstrasse" umbenannt. "I am turkish" will es bei diesen Bildern aus mir herausrufen.

Es folgt ewiges Warten, der Ort ist mit der Masse an Autos massiv überfordert. Die letzten Teams geben noch ihre Holzbretter ab und dann geht es in den Canyon. Es soll eine Orgie aus Staub und Steinen werden. In einem langen Treck stauen sich die Fahrzeuge ein ums andere Mal an kniffeligen Stellen. Manch ein Fronttriebler hat mit den sandigen Steigungen sein liebe Not. Aussteigen, schieben. Ab und an setzen unsere Wüstensterne auf Steine auf, doch noch geht das jedesmal glimpflich aus. Zweimal sehen wir Öllachen auf den steinigen Wegen, das sieht nach Loch in der Ölwanne aus. Die beschädigten Autos sehen wir komischerweise nicht. Die Geduld wird auf die Probe gestellt, als in unserem Abschnitt alles steht. Team Fahramol ist in Aktion. Mit einer großen Axt hacken sie zusätzliche Belüftungsschlitze in die Motorhaube eines Cabrios. Eine Riesengaudi. Danach in einer Rechtskehre steil den Berg hinauf. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Wüstensterne zeigen sich von ihrer besten Seite, mit Heckantrieb und viel Gewicht auf der Achse ziehen wir unaufhaltsam den Berg hinauf.

Im Auto ist es fast unerträglich stickig. Wegen der massiven Staubentwicklung bleiben die Fenster meist geschlossen. Klimaanlage haben wir bei zwei Autos erst gar nicht an Bord. Beim dritten funktioniert sie quasi nicht. Zwischendurch dann mal das Fenster auf -- der Staub zeigt in alle Ritzen. Hoffentlich gibt es heute Abend eine Dusche.

Dann folgt eine Durchfahrt durch ein Bachbett, langsam fahren die Teams durch das mit Steinen übersäte Wasserloch. Ich gehe schon mal mit der GoPro vor, denn es gibt ein Team, das da bestimmt nicht im Schritttempo durchfährt. Die umstehenden Teams gucken ungläubig, als erst Holger, dann Cord und anschließend Ralf mit weitem Anlauf und in einer Staubwolke losrasen. Unter lautem Jubel und mit ordentlich Speed teilen unsere Wüstensterne das Wasser und schicken Fontänen von Wasser und Steinen in die Luft. So geht das! Außer ein paar kleinerer Plastikelementen an der Schürze haben die Fahrzeuge keinen Schaden genommen.

Team Breitengrad hat es übler erwischt. Der Endtopf eines Passats ist auf der Strecke geblieben. Weithin hörbar ziehen sie mit panzerartiger Geräuschentwicklung den Canyon entlang. Nach dem Wasserloch ist endlich auch mehr Platz, jetzt macht die 36 Kilometer lange Fahrt durch diese touristisch wenig erschlossene Gegend auch endlich mehr Spaß. Ausgangs des Canyons kommen wir auch hier wieder durch kleine Orte, in denen uns vor allem die Kinder zujubeln. Mittlerweile haben wir fast alle unsere kleinen Geschenke verteilt. Zu gern würden wir diesen leuchtenden Kinderaugen noch mehr geben.

Weiter geht es Richtung Alasehir, wo noch eine letzte Etappe der Chinesen-Rallye auf uns wartet. Nicht mehr alle Teams fahren diese 'Wertungsprüfung', einige genießen lieber den warmen Tag in einer Bodega. Unsere Chancen steigen weiter...
Am Ende des langen Tages kommen wir beim Fahrerlager des heutigen Tages an. Oha, harter Tobak, einen Wiese, die mal eine Wiese war. Jetzt ist es ein staubiger Platz, über den der Wind fegt. Schnelle Entscheidung, heute ist wieder Hotel. Den Abend verbringen wir in einem Restaurant in der Nähe. Die üppigen Köstlichkeiten der Region finden kaum Platz auf unserem Tisch und wir schlemmen was das Zeug hält. Vor dem Restaurant ziehen die Lautsprecherbusse mit lautstarker Parteiwerbung vorbei. Noch schnell auf dem Stadtplatz ein Efes auf die Faust und dann um 23.00 Uhr in's Bett.

Bilder des Tages

 

Sponsor des Tages

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